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	<title>Prinzip Zufall &#187; Definition</title>
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	<description>Kunst und Parapsychologie</description>
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		<title>Zufall in der Fußball-WM 2010</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 16:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ergebnisse sind zu über 50% vom Zufall  abhängig

Heute ist der Tag der Tage für  die Fußballfans dieses Planeten. Mit Beginn der Fußball WM in Südafrika  ist endlich die lange Wartezeit vorüber. Wir dürfen kollektiv  mitfiebern, mitzittern und gemeinsam trauern. Kein regelmäßiges  gesellschaftliches Ereignis schafft eine globale Bindungwirkung, wie  dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Ergebnisse sind zu über 50% vom Zufall  abhängig</h2>
<div>
<p>Heute ist der Tag der Tage für  die Fußballfans dieses Planeten. Mit Beginn der Fußball WM in Südafrika  ist endlich die lange Wartezeit vorüber. Wir dürfen kollektiv  mitfiebern, mitzittern und gemeinsam trauern. Kein regelmäßiges  gesellschaftliches Ereignis schafft eine globale Bindungwirkung, wie  dieses Sportevent. Ein Grund für die Beliebtheit dieses Sports, so  vermuten Wissenschaftler, liegt in der Ungewissheit über den Ausgang von  Fußballspielen und damit der WM selbst.</p>
<p>Kaum eine Sportart ist so stark vom Zufall abhängig, wie das Ergebnis  eines Fußballspiels. Das jedenfalls ist die Quintessenz diverser  Studien der letzten Jahre, die sich mit Prognostizierbarkeit von  Fußballergebnissen befasst haben.</p>
<p>Nach einer Untersuchung der Deutschen Bank wird mehr als die Hälfte  der Spiele entscheidend vom Zufall beeinflusst. Zufall, so der Autor,  scheint damit – zumindest kurzfristig – eine noch bedeutsamere  Erfolgsdeterminante als die Finanzkraft der Vereine zu sein. Das mag die  Anhänger der Mannschaften beruhigen, die nicht über die Mittel eines FC  Barcelonas, FC Chelsea oder Bayern München verfügen.</p>
<p>Dies gilt aber erst recht für die Fußball WM. Ginge es rein nach dem  Marktwert, dann würde Spanien (<a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.transfermarkt.de');" href="http://www.transfermarkt.de/de/weltmeisterschaft-2010/teilnehmer/pokalwettbewerb_WM10.html">Marktwert  gem. Transfermarkt.de 650 Mio. €</a>) mit einer überragenden  Vorstellung Weltmeister werden vor England (448 Mio. €) und Frankreich  (367 Mio. €). Deutschland nimmt in der Marktwerttabelle übrigens Rang  sieben ein (292,5 Mio. €).</p>
<p>Ist nun alles vom Zufall abhängig und wie wird Zufall im Fußball  überhaupt definiert? Der Autor der Studie, <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.fussball-oekonomie.de');" href="http://www.fussball-oekonomie.de/Texte/Aufsaetze/WiSt%20ZUFALL.pdf">Jörn  Quitzau</a>, lieferte in einem wissenschaftlichen Aufsatz eine <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.fussball-oekonomie.de');" href="http://www.fussball-oekonomie.de/Texte/Aufsaetze/WiSt%20ZUFALL.pdf">Definition  des Zufalls</a> im Fußball:</p>
<blockquote><p><em>“Unter Zufall werden in diesem Beitrag all jene  Umstände eines Fußballspieles verstanden, die bis zum Spielbeginn nicht  bekannt bzw. nicht prognostizierbar sind. Der so verstandene Zufall kann  sich aus mindestens zwei Sachverhalten zusammensetzen: Glück und  Tagesform.<br />
</em></p>
<p><em>Unter den Begriff „Glück“ können sämtliche das Spiel  beeinflussenden Ereignisse eingeordnet werden, die nicht auf die eigene  (beabsichtigte) Leistung bzw. Anstrengung der vom Glück profitierenden  Mannschaft zurückzuführen sind. Exemplarisch seien genannt:  Schiedsrichter-Fehlentscheidungen, witterungsbedingte Einflüsse,  Unebenheiten des Platzes oder Ausfälle wichtiger Spieler des Gegners  kurz vor bzw. während des Spieles.”</em></p></blockquote>
<p>Quitzau untersucht seine Hypothesen vom Einfluss des Zufalls auf  Fußballspiele anhand der Wettmärkte und geht dabei von effizienten  Vorhersagemärkte und rationalen Spielteilnehmern aus. Die Details mögen  Interessenten bitte in den Studien nachlesen.</p>
<p>Den Einfluss des Zufalls auf die Ergebnisse von Fußballspiele  bestätigt auch Eli Ben-Naim vom Los Alamos National Laboratory. Dazu war  vor drei Jahren bei <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.spiegel.de');" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,467126,00.html">Spiegel  Online zu lesen</a>:</p>
<blockquote><p><em><strong>“</strong>Seine Analyse von 300.000  Einzelspielen, darunter 43.000 aus der britischen Premier League  (Fußball) ergab, dass es beim Kicken mit Abstand die meisten  Überraschungen gibt. 45 Prozent aller Spiele werden vom vermeintlichen  Underdog gewonnen, der laut Rangliste eigentlich verlieren müsste. Beim  Basketball, wo pro Spiel von beiden Teams Dutzende Körbe geworfen  werden, beträgt die Überraschungsquote gerade mal 36 Prozent. Genauso  vorhersehbar ist American Football (NFL) mit 36 Prozent. Die  Eishockeyliga NHL kommt auf 41 Prozent, bei Baseball gewinnen immerhin  schon 44 Prozent aller Spiele die Underdogs.”</em></p></blockquote>
<p>Natürlich sind die Ergebnisse nicht vollständig vom Zufall abhängig.  Die oben zitierten Untersuchungen sprechen etwas von einem  Zufallsfaktor, der untersuchten Ligen, der zwischen 51% und 53% liegt.  Der Rest wird durch Leistungsstärke, Tagesform etc. erklärt, wobei hier  objektiv messbare Kriterien nicht so einfach zu erfassen sind und die  Leistungsdaten pro Spieler bekanntlich von Spiel zu Spiel stark  schwanken können.</p>
<p>Jedenfalls, und das ist die beruhigende Botschaft, ist der Ausgang  der WM nachhaltig offen, wie der <a href="http://www.blicklog.com/2010/06/06/fuball-wm-wettquoten-und-wahrscheinlichkeiten-wer-wird-in-sdafrika-weltmeister/" target="_blank">Blick auf die Tabelle der Erwartungen</a> zeigt. Die  Wahrscheinlichkeit, dass Spanien den Titel holt, beträgt etwa 17,5%.  Damit und mit den Erkenntnissen dieser Studien dürfte für genügend  Spannung gesorgt sein.</p>
<p>Olaf Storbeck geht in einem lesenswerten Artikel für das Handelsblatt  ebenfalls auf die hier zitierten Untersuchungen und weiteren  Erkenntnisse von Ökonomen ein:<strong> </strong><a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.handelsblatt.com');" href="http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/fussball-geheimnisse-die-oekonomische-wahrheit-liegt-auf-dem-platz;2595704" target="_blank">Die ökonomische Wahrheit liegt auf dem Platz</a>. Sehr  intensiv hat sich übrigens Goldman Sach mit der Ökonomie des Weltcups  befasst. Wer Lust und Zeit hat, der kann hier die <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www2.goldmansachs.com');" href="http://www2.goldmansachs.com/ideas/global-economic-outlook/the-world-cup-2010-doc.pdf" target="_blank">Erkenntnisse der Goldmänner als pdf </a>herunter laden.</p>
<p>Erstaunlich ist, wie viele Studien etwas mittlerweile von Ökonomen  zum Anlass der Fußball-WM gibt. So haben  Sozialwissenschaftler der Uni  Tübingen eine Studie (hier  zum <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.uni-tuebingen.de');" href="http://www.uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Fakultaeten/SozialVerhalten/Institut_fuer_Politikwissenschaft/Prof.Schmid/Documente/Forschung/WIP_Paper/WiP_Paper_46_WM_2010.pdf" target="blank">Download</a>) über den Ausgang der WM  veröffentlicht.   Dazu <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/wirtschaftlichefreiheit.de');" href="http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=3578" target="_blank">schreiben die Autoren</a>: “Die Besonderheit der Studie   ist ihr ganzheitlicher  Blickwinkel. So fußen die Ergebnisse auf   sportlichen Variablen,  berücksichtigen aber auch den Einfluss von   Politik, Ökonomie, Kultur und  vielem mehr auf den sportlichen Erfolg.   Laut der Studie wird Brasilien  Weltmeister, Deutschland Zweiter, vor   Frankreich und Italien. Im  Viertelfinale scheitern Niederlande,   England, Spanien und Portugal. Die  Wahrscheinlichkeit der Prognose   liegt bei 75%.”</p>
<p>Man hat den Eindruck, die Ökonomen forschen lieber an solchen  populären Ereignissen, als an so unheimlichen Phänomen wie der  Finanzkrise. Daher lässtert die<a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.ftd.de');" href="http://www.ftd.de/sport/wm-2010/news/topnews/:wm-studien-waldi-oekonomie/50125380.html" target="_blank"> FTD irgendwie zu Recht</a>: “Wirtschaft? Zu  kompliziert. Lieber kümmert sich die  Ökonomenzunft um Fußball – und  sondert derzeit täglich neue  Weltmeisterschaftsstudien ab.”</p>
</div>
<p><a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.dbresearch.de');" href="http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000185072.pdf">Deutsche  Bank: Faktor Zufall als Spielverderber (pdf):</a> Zur  Prognostizierbarkeit von Fußballergebnissen  Wettmärkte als effizienter  Informationslieferant</p>
<p><a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.fussball-oekonomie.de');" href="http://www.fussball-oekonomie.de/Texte/Aufsaetze/WiSt%20ZUFALL.pdf">Jörn  Quitzau: Zufall als Spielgestalter (pdf):</a> Der übersehene  Erfolgsfaktor im Profifußball und seine wettbewerbspolitischen  Implikationen</p>
<p><a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.spiegel.de');" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,467126,00.html">Spon:  Numerator Fußball ist Glücksspiel</a></p>
<p><a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.hwwi.org');" href="http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI_Research_Paper_1-22.pdf">HWWI:  Der Faktor Zufall im Fußball Eine empirische Untersuchung für die  Saison 2007/08 (pdf)</a></p>
<p><a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.haw-aw.de');" href="http://www.haw-aw.de/fileadmin/user_upload/Aktuelles/Veroeffentlichungen/wen_diskussionspapier1.pdf"> Diskussionspapier: Warum gehen die Leute in die Fußballstadien? Eine  empirische Analyse der Fußball-Bundesliga (pdf)</a></p>
<address>Zitat BlickLog,  Von dels, am 11.06.10: http://www.blicklog.com/2010/06/11/heute-beginnt-die-fuball-wm-ergebnisse-sind-zu-ber-50-vom-zufall-abhngig/</address>
<address> </address>
<address> </address>
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</address>
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<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Zufall+in+der+Fu%C3%9Fball-WM+2010+http://s95qo.th8.us" title=" "><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Zufall+in+der+Fu%C3%9Fball-WM+2010+http://s95qo.th8.us" title=" "> </a> <a class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=28&amp;t=Zufall+in+der+Fu%C3%9Fball-WM+2010" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a class="tt" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?l=3&amp;u=http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=28&amp;t=Zufall+in+der+Fu%C3%9Fball-WM+2010&amp;c=%3Cp%3EPowered+by+%3Ca+href%3D%22http%3A%2F%2Frichardxthripp.thripp.com%2Ftweet-this%22%3ETweet+This%3C%2Fa%3E%3C%2Fp%3E" title="Post to MySpace"><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-myspace-micro3.png" alt="Post to MySpace" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was ist Parapsychologie?</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 16:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Bezeichnet man nach Analogie von Wörtern wie Paragenesie, Paragoge, Parakope, Parakusis, Paralogismus, Paranoia, Parergon u.s.f. mit Para  -etwas, das über das Gewöhnliche hinaus oder neben ihm hergeht, so kann man vielleicht die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens  heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde  Wissenschaft ,Parapsychologie‘ nennen.&#8221;
Der 1889 von Max Dessoir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Bezeichnet man nach Analogie von Wörtern wie Paragenesie, Paragoge, Parakope, Parakusis, Paralogismus, Paranoia, Parergon u.s.f. mit Para  -etwas, das über das Gewöhnliche hinaus oder neben ihm hergeht, so kann man vielleicht die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens  heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde  Wissenschaft ,Parapsychologie‘ nennen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der 1889 von Max Dessoir geprägte Begriff &#8220;Parapsychologie&#8221; soll eine  Wissenschaft bezeichnen, die sich mit &#8220;den aus dem normalen Verlauf des  Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen&#8221; beschäftigt. Gegenstand sind  dabei vor allem angebliche Phänomene, die unter dem Oberbegriff &#8220;Psi&#8221; &#8211;  nach dem 23. Buchstaben des griechischen Alphabets &#8211; zusammengefaßt  werden: Einerseits die sogenannte Psychokinese (z. B. das Bewegen von  Gegenständen durch &#8220;Gedankenkraft&#8221;), andererseits sogenannte  &#8221;Außersinnliche Wahrnehmung&#8221;, worunter Telepathie (&#8220;Gedankenübertragung&#8221;),  Hellsehen (das Erfassen von Sachverhalten, die niemandem bekannt sein  können) und Präkognition (Voraussehen von zukünftigen Ereignissen)  verstanden werden.</p>
<p>Seit Anfang der 30er Jahre ist &#8220;Parapsychologie&#8221; auch sehr vereinzelt an  einigen Universitäten etabliert. Ein Lehrstuhl für &#8220;Parapsychologie&#8221;  besteht heute in Europa nur noch an der Universität Edinburgh  (Schottland). Die sich mit &#8220;parapsychologischen&#8221; Fragestellungen  beschäftigenden Wissenschaftler sind in der &#8220;Parapsychological  Association&#8221; (PA) zusammengeschlossen.</p>
<p>Bis vor kurzem glaubte sich jede Generation von &#8220;Parapsychologen&#8221; im  Besitz bestimmter &#8220;unzweifelhafter Belege&#8221; für die Existenz von &#8220;Psi&#8221;,  wobei diese &#8220;Belege&#8221; dann aber immer von der jeweils nachfolgenden  Generation widerlegt werden konnten. Insofern ist die Geschichte der  &#8221;Parapsychologie&#8221; eine Geschichte der Nieten und Reinfälle. Doch die  &#8221;Parapsychologen&#8221; haben aus dieser Geschichte gelernt, sie berücksichtigen  zunehmend Fehler- und Täuschungsmöglichkeiten, die sie in der  Vergangenheit schmerzlich erfahren mußten. Als eine Konsequenz daraus  wurden die von &#8220;Parapsychologen&#8221; behaupteten Psi-Effekte mit der Zeit  immer kleiner, bescheidener und bedeutungsloser. Die in der PA  zusammengeschlossenen &#8220;Parapsychologen&#8221; sind sich heute über folgende  Punkte weitgehend einig:</p>
<p>&#8220;Psi&#8221;, falls es überhaupt existiert, ist weder kontrollierbar noch  erlernbar noch in der Praxis auf irgendeine Weise anwendbar oder  verwendbar,  die in der Öffentlichkeit auftretenden Hellseher, Medien, Wahrsager usw.  verfügen über keine &#8220;paranormalen&#8221; Fähigkeiten, ihre Trefferquoten  entsprechen der des Zufalls, wie zahlreiche kontrollierte Experimente  ergaben,  &#8220;große&#8221; Effekte wie Materialisationen, Verbiegen von Löffeln,  Spukerscheinungen usw. sind nicht existent oder lassen sich zumindest  nicht überzeugend nachweisen.</p>
<p>Doch was ist mit dem Begriff &#8220;Psi&#8221; überhaupt gemeint? Keineswegs verstehen  die meisten &#8220;Parapsychologen&#8221; darunter übersinnliche oder paranormale  Fähigkeiten, wie in der Öffentlichkeit meist irrtümlich angenommen. Häufig  sind mit &#8220;Psi&#8221; nur vorläufig unerklärte Anomalien (d. h. Abweichungen von  einem Erwartungswert) gemeint, nichts weiter. Die Existenz von &#8220;Psi&#8221; im  Sinne von &#8220;übernatürlichen oder paranormalen Kräften&#8221; ist für die meisten  heutigen &#8220;Parapsychologen&#8221; eine unbelegte Behauptung. Eine Reihe von  &#8221;Parapsychologen&#8221; ist der Ansicht, daß man vor dem Hintergrund dieser  Begriffsverwirrung auf den &#8220;Psi&#8221;-Begriff lieber ganz verzichten sollte. Die Bezeichnung &#8220;Parapsychologe&#8221; ist juristisch nicht geschützt, jeder  kann sich so nennen. Deshalb treten in der Öffentlichkeit zahlreiche  Personen aus dem Bereich der Esoterik unter diesem Titel auf und  verbreiten aus Sicht der wissenschaftlichen &#8220;Parapsychologie&#8221; völlig  unhaltbare oder längst widerlegte Behauptungen. Dazu zählen beispielsweise  Berichte über angebliche &#8220;Psi-Geheimwaffen&#8221;, Tonbandstimmen aus dem  Jenseits sowie diverse Kontaktaufnahmen mit Geistern. In letzter Zeit  wurde vermehrt der &#8211; vermutlich sinnvolle &#8211; Vorschlag gemacht, den Begriff  &#8221;Parapsychologie&#8221; lieber ganz solchen Personen zu überlassen und die  wissenschaftliche Auseinandersetzung mit angeblichen &#8220;Psi-Phänomenen&#8221;  unter einer anderen Bezeichnung (z. B. &#8220;Anomalistik&#8221;) zu führen.</p>
<p>Parapsychologen (ohne Anführungszeichen) wären dann die besagten  Esoteriker und Spiritisten, &#8220;Parapsychologen&#8221; (mit Anführungszeichen) die  Wissenschaftler, die kritisch derartige behauptete Phänomene untersuchen  (jedenfalls solange sie selbst diese Bezeichnung noch nicht durchgehend  ablegen).</p>
<p>Derzeit existieren zwei Klassen von (Labor-)Experimenten, die innerhalb  der &#8220;Parapsychologie&#8221; als die augenblicklich überzeugendsten Anomalien  angesehen werden. Einerseits Experimente mit sogenannten  Schmidt-Maschinen, bei denen Versuchspersonen die Zerfallsrate eines  radioaktiven Präparats beeinflussen sollen (als Beispiel für  Mikro-Psychokinese), andererseits die sogenannten Ganzfeld-Experimente, in  denen eine Versuchsperson &#8211; weitgehend abgeschirmt von verwertbaren  Sinneswahrnehmungen &#8211; Informationen einer anderen Person empfangen soll  (als Beispiel für Telepathie). In beiden Experimentklassen ergaben sich  minimale (und in der Praxis völlig irrelevante) statistische Abweichungen  von der Zufallserwartung, die nur angesichts einer extrem großen Zahl von  Einzelversuchen eine gewisse statistische Signifikanz erreichten.</p>
<p>Insbesondere im Fall der Ganzfeld-Experimente ist es bis jetzt unklar, wie  diese Abweichungen zu erklären sind. Es besteht jedoch keine Veranlassung,  als Ursache &#8220;Psi&#8221; im Sinne von &#8220;übersinnlichen&#8221; Fähigkeiten anzunehmen,  genausogut können noch unentdeckte minimale Fehler bei der Durchführung  der Experimente dahinter stecken. Die Geschichte der &#8220;Parapsychologie&#8221;  mahnt in diesem Zusammenhang jedenfalls zur Vorsicht. Allerdings muß auch  gesagt werden, daß sowohl die Ganzfeld- als auch die Experimente mit  Schmidt-Maschinen weit von der in den Wissenschaften üblichen Forderung  entfernt sind, reproduzierbare positive Ergebnisse zu liefern. Von 28  Ganzfeld-Studien, die der 1992 verstorbene führende Forscher dieses  Gebiets, Charles Honorton, zusammenstellte, führten nur 12 zu einem  positiven Ergebnis (5 % Signifikanzniveau).</p>
<p>Tatsächlich kann die &#8220;Parapsychologie&#8221; bis heute kein einziges  stichhaltiges, wiederholbares Experiment vorweisen, das die Annahme von  Phänomenen, die nicht auf konventionell-natürliche Weise erklärbar sind,  rechtfertigen würde. Es ist keine andere Wissenschaftsdisziplin bekannt,  für die Vergleichbares gilt: daß sie nach über 100jähriger Existenz noch  immer keinerlei Belege vorbringen kann, die einen eigenen Forschungszweig  rechtfertigen würden.</p>
<p>Die disziplininterne Kritik innerhalb der &#8220;Parapsychologie&#8221; hat innerhalb  der letzten beiden Jahrzehnte ständig zugenommen, verschiedene  &#8221;parapsychologische&#8221; Einrichtungen (z. B. das Institut für Parapsychologie  der Universität Utrecht) wurden geschlossen, und selbst führende  &#8221;Parapsychologen&#8221; (z.B. John Beloff) räumen heute ein, daß die skeptische  Position gegenüber der Existenz von &#8220;Psi-Phänomenen&#8221; durchaus haltbar und  vertretbar ist. Es deutet vieles darauf hin, daß die &#8220;Parapsychologie&#8221;  ihre Zukunft als Wissenschaftsdisziplin bereits hinter sich hat und primär  zu einem Phänomen der Wissenschaftsgeschichte werden wird. Jedenfalls ist  eine zunehmende Annäherung der Positionen von &#8220;Parapsychologen&#8221; und  Skeptikern zu beobachten, auch was die Wichtigkeit der Untersuchung der  psychosozialen Hintergründe des Glaubens an &#8220;Psi-Phänomene&#8221; betrifft.  Sogenannte &#8220;Spontanberichte&#8221; über angebliche paranormale Erscheinungen (z.  B. Spuk) haben zwar aufgrund der notorischen Unkontrollierbarkeit der  Umstände keinerlei Beweiskraft für die Existenz von &#8220;Psi&#8221;. Aus ihnen hat  man jedoch viel über die Psychologie und Soziologie der Anhänger  paranormaler Überzeugungssysteme gelernt.</p>
<p>Durch die Aktivitäten des 1991 verstorbenen Freiburger Professors Hans  Bender wird beim Stichwort &#8220;Parapsychologie&#8221; in Deutschland häufig an die  Erforschung sogenannter &#8220;Spukphänomene&#8221; gedacht. Wer allerdings &#8211; wie  Mitglieder der GWUP &#8211; bereits einmal vor Ort einen solchen  &#8221;Poltergeistfall&#8221; untersucht hat, der wird schnell feststellen, daß &#8211; ganz  im Gegensatz zu den Horrormeldungen in der Sensationspresse &#8211; keinerlei  &#8221;paranormale&#8221; Vorgänge dingfest zu machen sind. Trotz erheblicher  Anstrengungen existiert bis heute weltweit kein einziges fotografisches  Dokument (z. B. Videoaufnahmen), das ein behauptetes Spukphänomen  zweifelsfrei wiedergeben würde. In zahlreichen Fällen konnte jedoch Betrug  und Manipulation nachgewiesen werden, so z. B. beim Fall &#8220;Chopper&#8221; 1982 in  einer Regensburger Zahnarztpraxis oder beim &#8220;Spukfall&#8221; von Rosenheim 1967  in einer Anwaltskanzlei. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen fast immer  pubertierende Jugendliche in persönlichen Krisensituationen, die durch  inszenierte &#8220;Spukerscheinungen&#8221; (z.B. Steinwürfe, Schwingenlassen von  Bildern, Verschwindenlassen oder Zerstörung von Gegenständen usw.) die  Aufmerksamkeit auf sich lenken und die Erwachsenen schockieren wollen.</p>
<p>Meist ist der soziale Kontext derart gespannt, daß das Tricksen von  &#8221;Spukerscheinungen&#8221; als ein letzter &#8220;Hilferuf&#8221; der Jugendlichen  interpretiert werden muß, weil sie in ihrer Umgebung mit ihren Problemen  sonst immer nur auf &#8220;taube Ohren&#8221; stoßen und sich nicht anders zu helfen  wissen. Jedoch ist die durch den &#8220;Spuk&#8221; ausgelöste psychosoziale Dynamik  in aller Regel derart destruktiv (Familienmitglieder machen sich  gegenseitig &#8220;verrückt&#8221;, Nachbarn verdächtigen und beschuldigen sich  gegenseitig, sensationsgierige Journalisten schlachten den Fall gnadenlos  aus und machen die Beteiligten in aller Öffentlichkeit lächerlich usw.),  daß der angereiste Untersucher schnell merken wird, daß er hier nicht etwa  als &#8220;Spukforscher&#8221;, sondern als Sozialhelfer gefragt ist.</p>
<p>Zitat: <a href="http://www.parapsychologisches-institut-hamburg.de/Parapsychologie.htm">Parapsychologisches Institut Hamburg</a></p>
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