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	<title>Prinzip Zufall &#187; Parergon</title>
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	<description>Kunst und Parapsychologie</description>
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		<title>Warum ein Blog zur Ausstellung?</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 17:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Parapsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Parergon]]></category>
		<category><![CDATA[Zufall]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Ausstellung Prinzip Zufall werden einige Probleme scheinbarer wie offensichtlicher Zufälle als parergonale Probleme künstlerischer Arbeit vorgestellt. Daß sich auch andere Forschungsbereiche an zufälligen Erscheinungsformen abarbeiten, bedeutet nicht zugleich, daß damit eine ästhetische Fragestellung, nämlich der der Bildenden Kunst hinlänglich bearbeitet wäre, zumal Zufall hier nicht weniger der Regel der Willkür ausgesetzt ist.
&#8220;Die wenigsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Ausstellung Prinzip Zufall werden einige Probleme scheinbarer wie offensichtlicher Zufälle als parergonale Probleme künstlerischer Arbeit vorgestellt. Daß sich auch andere Forschungsbereiche an zufälligen Erscheinungsformen abarbeiten, bedeutet nicht zugleich, daß damit eine ästhetische Fragestellung, nämlich der der Bildenden Kunst hinlänglich bearbeitet wäre, zumal Zufall hier nicht weniger der Regel der Willkür ausgesetzt ist.</p>
<p>&#8220;Die wenigsten verstehen den Zufall&#8221;, sagt Heinrich Lhotzki, und wirft damit die Frage nach dem Verständnis von Zufall auf. Der Verstand ist jedoch mit der Undeterminiertheit verstandesmäßig überfordert (vgl Artikel<a href="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=73" target="_self"> Zufall und freier Wille</a>). Insofern versucht die Ausstellung, eben diesem Widerspruch &#8211; den spontan stattfindenden Ereignissen sowie der Verständnislosigkeit  &#8211; nachzuforschen, teilweise unter Selbstbeteiligung des Zuschauers, der &#8220;Antworten am eigenen Leib zu erfahren wünscht&#8221;, teilweise mittels kontemplativer Betrachtung, die eher der Demut künstlerischer Arbeit denn des arroganten Allwissens entspricht.</p>
<p>Insofern spiegelt auch dieser Blog die Widersprüchlichkeit des Effekts wieder &#8211; zum Teil schwer von ideologischen Überzeugungen der Autoren geleitet, zum Teil einer naiven Neugierde geschuldet. Die Beiträge, Features, News usw stellen damit kein Beweismaterial für das dar, was sich auch in der Ausstellung nicht erklären lässt. Sie bieten allenfalls ein Diskussionspotential, den Teppich bzw den Horizont, in dem eine künstlerische Auseinandersetzung stattfinden kann &#8211; ohne sich von den jeweiligen Parteien vereinnahmen bzw funktionalisieren zu lassen.</p>
<p>Romeo Grünfelder</p>
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		<title>Was ist Parapsychologie?</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 16:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Dessoir]]></category>
		<category><![CDATA[Parapsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Parawissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[PSI]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Bezeichnet man nach Analogie von Wörtern wie Paragenesie, Paragoge, Parakope, Parakusis, Paralogismus, Paranoia, Parergon u.s.f. mit Para  -etwas, das über das Gewöhnliche hinaus oder neben ihm hergeht, so kann man vielleicht die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens  heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde  Wissenschaft ,Parapsychologie‘ nennen.&#8221;
Der 1889 von Max Dessoir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Bezeichnet man nach Analogie von Wörtern wie Paragenesie, Paragoge, Parakope, Parakusis, Paralogismus, Paranoia, Parergon u.s.f. mit Para  -etwas, das über das Gewöhnliche hinaus oder neben ihm hergeht, so kann man vielleicht die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens  heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde  Wissenschaft ,Parapsychologie‘ nennen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der 1889 von Max Dessoir geprägte Begriff &#8220;Parapsychologie&#8221; soll eine  Wissenschaft bezeichnen, die sich mit &#8220;den aus dem normalen Verlauf des  Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen&#8221; beschäftigt. Gegenstand sind  dabei vor allem angebliche Phänomene, die unter dem Oberbegriff &#8220;Psi&#8221; &#8211;  nach dem 23. Buchstaben des griechischen Alphabets &#8211; zusammengefaßt  werden: Einerseits die sogenannte Psychokinese (z. B. das Bewegen von  Gegenständen durch &#8220;Gedankenkraft&#8221;), andererseits sogenannte  &#8221;Außersinnliche Wahrnehmung&#8221;, worunter Telepathie (&#8220;Gedankenübertragung&#8221;),  Hellsehen (das Erfassen von Sachverhalten, die niemandem bekannt sein  können) und Präkognition (Voraussehen von zukünftigen Ereignissen)  verstanden werden.</p>
<p>Seit Anfang der 30er Jahre ist &#8220;Parapsychologie&#8221; auch sehr vereinzelt an  einigen Universitäten etabliert. Ein Lehrstuhl für &#8220;Parapsychologie&#8221;  besteht heute in Europa nur noch an der Universität Edinburgh  (Schottland). Die sich mit &#8220;parapsychologischen&#8221; Fragestellungen  beschäftigenden Wissenschaftler sind in der &#8220;Parapsychological  Association&#8221; (PA) zusammengeschlossen.</p>
<p>Bis vor kurzem glaubte sich jede Generation von &#8220;Parapsychologen&#8221; im  Besitz bestimmter &#8220;unzweifelhafter Belege&#8221; für die Existenz von &#8220;Psi&#8221;,  wobei diese &#8220;Belege&#8221; dann aber immer von der jeweils nachfolgenden  Generation widerlegt werden konnten. Insofern ist die Geschichte der  &#8221;Parapsychologie&#8221; eine Geschichte der Nieten und Reinfälle. Doch die  &#8221;Parapsychologen&#8221; haben aus dieser Geschichte gelernt, sie berücksichtigen  zunehmend Fehler- und Täuschungsmöglichkeiten, die sie in der  Vergangenheit schmerzlich erfahren mußten. Als eine Konsequenz daraus  wurden die von &#8220;Parapsychologen&#8221; behaupteten Psi-Effekte mit der Zeit  immer kleiner, bescheidener und bedeutungsloser. Die in der PA  zusammengeschlossenen &#8220;Parapsychologen&#8221; sind sich heute über folgende  Punkte weitgehend einig:</p>
<p>&#8220;Psi&#8221;, falls es überhaupt existiert, ist weder kontrollierbar noch  erlernbar noch in der Praxis auf irgendeine Weise anwendbar oder  verwendbar,  die in der Öffentlichkeit auftretenden Hellseher, Medien, Wahrsager usw.  verfügen über keine &#8220;paranormalen&#8221; Fähigkeiten, ihre Trefferquoten  entsprechen der des Zufalls, wie zahlreiche kontrollierte Experimente  ergaben,  &#8220;große&#8221; Effekte wie Materialisationen, Verbiegen von Löffeln,  Spukerscheinungen usw. sind nicht existent oder lassen sich zumindest  nicht überzeugend nachweisen.</p>
<p>Doch was ist mit dem Begriff &#8220;Psi&#8221; überhaupt gemeint? Keineswegs verstehen  die meisten &#8220;Parapsychologen&#8221; darunter übersinnliche oder paranormale  Fähigkeiten, wie in der Öffentlichkeit meist irrtümlich angenommen. Häufig  sind mit &#8220;Psi&#8221; nur vorläufig unerklärte Anomalien (d. h. Abweichungen von  einem Erwartungswert) gemeint, nichts weiter. Die Existenz von &#8220;Psi&#8221; im  Sinne von &#8220;übernatürlichen oder paranormalen Kräften&#8221; ist für die meisten  heutigen &#8220;Parapsychologen&#8221; eine unbelegte Behauptung. Eine Reihe von  &#8221;Parapsychologen&#8221; ist der Ansicht, daß man vor dem Hintergrund dieser  Begriffsverwirrung auf den &#8220;Psi&#8221;-Begriff lieber ganz verzichten sollte. Die Bezeichnung &#8220;Parapsychologe&#8221; ist juristisch nicht geschützt, jeder  kann sich so nennen. Deshalb treten in der Öffentlichkeit zahlreiche  Personen aus dem Bereich der Esoterik unter diesem Titel auf und  verbreiten aus Sicht der wissenschaftlichen &#8220;Parapsychologie&#8221; völlig  unhaltbare oder längst widerlegte Behauptungen. Dazu zählen beispielsweise  Berichte über angebliche &#8220;Psi-Geheimwaffen&#8221;, Tonbandstimmen aus dem  Jenseits sowie diverse Kontaktaufnahmen mit Geistern. In letzter Zeit  wurde vermehrt der &#8211; vermutlich sinnvolle &#8211; Vorschlag gemacht, den Begriff  &#8221;Parapsychologie&#8221; lieber ganz solchen Personen zu überlassen und die  wissenschaftliche Auseinandersetzung mit angeblichen &#8220;Psi-Phänomenen&#8221;  unter einer anderen Bezeichnung (z. B. &#8220;Anomalistik&#8221;) zu führen.</p>
<p>Parapsychologen (ohne Anführungszeichen) wären dann die besagten  Esoteriker und Spiritisten, &#8220;Parapsychologen&#8221; (mit Anführungszeichen) die  Wissenschaftler, die kritisch derartige behauptete Phänomene untersuchen  (jedenfalls solange sie selbst diese Bezeichnung noch nicht durchgehend  ablegen).</p>
<p>Derzeit existieren zwei Klassen von (Labor-)Experimenten, die innerhalb  der &#8220;Parapsychologie&#8221; als die augenblicklich überzeugendsten Anomalien  angesehen werden. Einerseits Experimente mit sogenannten  Schmidt-Maschinen, bei denen Versuchspersonen die Zerfallsrate eines  radioaktiven Präparats beeinflussen sollen (als Beispiel für  Mikro-Psychokinese), andererseits die sogenannten Ganzfeld-Experimente, in  denen eine Versuchsperson &#8211; weitgehend abgeschirmt von verwertbaren  Sinneswahrnehmungen &#8211; Informationen einer anderen Person empfangen soll  (als Beispiel für Telepathie). In beiden Experimentklassen ergaben sich  minimale (und in der Praxis völlig irrelevante) statistische Abweichungen  von der Zufallserwartung, die nur angesichts einer extrem großen Zahl von  Einzelversuchen eine gewisse statistische Signifikanz erreichten.</p>
<p>Insbesondere im Fall der Ganzfeld-Experimente ist es bis jetzt unklar, wie  diese Abweichungen zu erklären sind. Es besteht jedoch keine Veranlassung,  als Ursache &#8220;Psi&#8221; im Sinne von &#8220;übersinnlichen&#8221; Fähigkeiten anzunehmen,  genausogut können noch unentdeckte minimale Fehler bei der Durchführung  der Experimente dahinter stecken. Die Geschichte der &#8220;Parapsychologie&#8221;  mahnt in diesem Zusammenhang jedenfalls zur Vorsicht. Allerdings muß auch  gesagt werden, daß sowohl die Ganzfeld- als auch die Experimente mit  Schmidt-Maschinen weit von der in den Wissenschaften üblichen Forderung  entfernt sind, reproduzierbare positive Ergebnisse zu liefern. Von 28  Ganzfeld-Studien, die der 1992 verstorbene führende Forscher dieses  Gebiets, Charles Honorton, zusammenstellte, führten nur 12 zu einem  positiven Ergebnis (5 % Signifikanzniveau).</p>
<p>Tatsächlich kann die &#8220;Parapsychologie&#8221; bis heute kein einziges  stichhaltiges, wiederholbares Experiment vorweisen, das die Annahme von  Phänomenen, die nicht auf konventionell-natürliche Weise erklärbar sind,  rechtfertigen würde. Es ist keine andere Wissenschaftsdisziplin bekannt,  für die Vergleichbares gilt: daß sie nach über 100jähriger Existenz noch  immer keinerlei Belege vorbringen kann, die einen eigenen Forschungszweig  rechtfertigen würden.</p>
<p>Die disziplininterne Kritik innerhalb der &#8220;Parapsychologie&#8221; hat innerhalb  der letzten beiden Jahrzehnte ständig zugenommen, verschiedene  &#8221;parapsychologische&#8221; Einrichtungen (z. B. das Institut für Parapsychologie  der Universität Utrecht) wurden geschlossen, und selbst führende  &#8221;Parapsychologen&#8221; (z.B. John Beloff) räumen heute ein, daß die skeptische  Position gegenüber der Existenz von &#8220;Psi-Phänomenen&#8221; durchaus haltbar und  vertretbar ist. Es deutet vieles darauf hin, daß die &#8220;Parapsychologie&#8221;  ihre Zukunft als Wissenschaftsdisziplin bereits hinter sich hat und primär  zu einem Phänomen der Wissenschaftsgeschichte werden wird. Jedenfalls ist  eine zunehmende Annäherung der Positionen von &#8220;Parapsychologen&#8221; und  Skeptikern zu beobachten, auch was die Wichtigkeit der Untersuchung der  psychosozialen Hintergründe des Glaubens an &#8220;Psi-Phänomene&#8221; betrifft.  Sogenannte &#8220;Spontanberichte&#8221; über angebliche paranormale Erscheinungen (z.  B. Spuk) haben zwar aufgrund der notorischen Unkontrollierbarkeit der  Umstände keinerlei Beweiskraft für die Existenz von &#8220;Psi&#8221;. Aus ihnen hat  man jedoch viel über die Psychologie und Soziologie der Anhänger  paranormaler Überzeugungssysteme gelernt.</p>
<p>Durch die Aktivitäten des 1991 verstorbenen Freiburger Professors Hans  Bender wird beim Stichwort &#8220;Parapsychologie&#8221; in Deutschland häufig an die  Erforschung sogenannter &#8220;Spukphänomene&#8221; gedacht. Wer allerdings &#8211; wie  Mitglieder der GWUP &#8211; bereits einmal vor Ort einen solchen  &#8221;Poltergeistfall&#8221; untersucht hat, der wird schnell feststellen, daß &#8211; ganz  im Gegensatz zu den Horrormeldungen in der Sensationspresse &#8211; keinerlei  &#8221;paranormale&#8221; Vorgänge dingfest zu machen sind. Trotz erheblicher  Anstrengungen existiert bis heute weltweit kein einziges fotografisches  Dokument (z. B. Videoaufnahmen), das ein behauptetes Spukphänomen  zweifelsfrei wiedergeben würde. In zahlreichen Fällen konnte jedoch Betrug  und Manipulation nachgewiesen werden, so z. B. beim Fall &#8220;Chopper&#8221; 1982 in  einer Regensburger Zahnarztpraxis oder beim &#8220;Spukfall&#8221; von Rosenheim 1967  in einer Anwaltskanzlei. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen fast immer  pubertierende Jugendliche in persönlichen Krisensituationen, die durch  inszenierte &#8220;Spukerscheinungen&#8221; (z.B. Steinwürfe, Schwingenlassen von  Bildern, Verschwindenlassen oder Zerstörung von Gegenständen usw.) die  Aufmerksamkeit auf sich lenken und die Erwachsenen schockieren wollen.</p>
<p>Meist ist der soziale Kontext derart gespannt, daß das Tricksen von  &#8221;Spukerscheinungen&#8221; als ein letzter &#8220;Hilferuf&#8221; der Jugendlichen  interpretiert werden muß, weil sie in ihrer Umgebung mit ihren Problemen  sonst immer nur auf &#8220;taube Ohren&#8221; stoßen und sich nicht anders zu helfen  wissen. Jedoch ist die durch den &#8220;Spuk&#8221; ausgelöste psychosoziale Dynamik  in aller Regel derart destruktiv (Familienmitglieder machen sich  gegenseitig &#8220;verrückt&#8221;, Nachbarn verdächtigen und beschuldigen sich  gegenseitig, sensationsgierige Journalisten schlachten den Fall gnadenlos  aus und machen die Beteiligten in aller Öffentlichkeit lächerlich usw.),  daß der angereiste Untersucher schnell merken wird, daß er hier nicht etwa  als &#8220;Spukforscher&#8221;, sondern als Sozialhelfer gefragt ist.</p>
<p>Zitat: <a href="http://www.parapsychologisches-institut-hamburg.de/Parapsychologie.htm">Parapsychologisches Institut Hamburg</a></p>
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