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	<title>Prinzip Zufall &#187; PSI</title>
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	<description>Kunst und Parapsychologie</description>
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		<title>Buchrezension: Ted Serios. Serien</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2019 08:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gedankenfotografie]]></category>
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		<category><![CDATA[Parapsychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ted Serios. Serien
Autor: Romeo Grünfelder (Hrsg.)
Genre: Gedankenfotografie
Verlag: Textem Verlag
Erscheinungsdatum: 24. September 2016
Format: Softcover
Seiten: 564

Beeindruckt in allen Bereichen.
Vorweg: wer sich auf dieses Buch wirklich einlässt, begibt sich in ein Abenteuer. Er blickt einerseits aus der sicheren Entfernung von mittlerweile rund 50 vergangenen Jahren auf eine Welt und in eine Zeit zurück, die einer Mischung aus Superman-Comics, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ted Serios. Serien<br />
Autor: Romeo Grünfelder (Hrsg.)<br />
Genre: Gedankenfotografie<br />
Verlag: Textem Verlag<br />
Erscheinungsdatum: 24. September 2016<br />
Format: Softcover<br />
Seiten: 564</p>
<p><a rel="attachment wp-att-934" href="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?attachment_id=934"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-934" title="Ted Serios - Serien" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/uploads/3Dansicht_grau-150x150.jpg" alt="Buchcover" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Beeindruckt in allen Bereichen.</p>
<p>Vorweg: wer sich auf dieses Buch wirklich einlässt, begibt sich in ein Abenteuer. Er blickt einerseits aus der sicheren Entfernung von mittlerweile rund 50 vergangenen Jahren auf eine Welt und in eine Zeit zurück, die einer Mischung aus Superman-Comics, Spionagefilmen und bedingungsloser Technikgläubigkeit entsprungen zu sein scheint. Andererseits findet er ständig Parallelen zu aktuellen Themen wie virtuelle Realität, Gedankensteuerung von Maschinen oder den Möglichkeiten der Manipulation menschlichen Bewusstseins. Damals wie heute scheint nichts für die Forschung interessanter zu sein, als eine Brücke zu finden, mit deren Hilfe Gedanken zu Materie werden und umgekehrt.</p>
<p><strong>Das Thema</strong></p>
<p>Thema des Buches ist die Gedankenfotografie mit Hilfe von Polaroids am Beispiel von Ted Serios, der in den 1960er Jahren von sich behauptete, mittels Gedankenübertragung Bilder auf Polaroidfilm entstehen zu lassen. Eine Behauptung, die damals weder bestätigt noch widerlegt werden konnte.<br />
Handelnde Personen</p>
<p>Theodore Judd Serios, 1918 – 2006, der von 1964 bis 1967 nach eigenen Angaben die Fähigkeit besaß, mittels Gedankenkraft Bilder auf Polaroidmaterial zu übertragen. Er schaffte es mit dieser Fähigkeit bis in US-amerikanische Fernsehshows, scheiterte aber in seinen Bemühungen, wissenschaftliche Anerkennung zu finden.</p>
<p>Dr. Jule Eisenbud, 1908 – 1999, Professor für Psychiatrie an der Universität Denver. Eisenbud war davon überzeugt, dass Gedankenübertragung und andere parapsychologischen Phänomene existieren und zur Kommunikation genutzt werden können.</p>
<p>Romeo Grünfelder, geb. 1968, Autor und Filmemacher in Hamburg und Berlin, Herausgeber des Buches und darin mit zwei hochinteressanten Textbeiträgen zur Entwicklung der Fotografie und zum Werdegang von Ted Serios vertreten.<br />
Das Buch</p>
<p>„Ted Serios- Serien“ liegt hervorragend in der Hand. Abmessungen und Gewicht passen sehr gut zusammen, der Umschlag besitzt vorne und hinten seitengroße Klappen mit zusätzlichen Infos und erhält dadurch zusätzliche Stabilität. Texte, Fußnoten und Abbildungen sind drucktechnisch ohne Tadel, das Layout ist äußerst reduziert und lässt das Buch im Stil einer wissenschaftlichen Abhandlung erscheinen. Das Cover ziert ein ganzseitiges Foto von Ted Serios bei der Arbeit. Auf Titel oder Covertext wurde verzichtet. Schon im geschlossenen Zustand lassen sich Text- und Bildteil an der Färbung des Papiers unterscheiden. Inhaltsverzeichnis vorne, sogenannte Zeugenaussagen und ein Literaturverzeichnis hinten ergänzen den Inhalt.</p>
<p><strong>Der Inhalt</strong></p>
<ul>Der Inhalt gliedert sich in zwei Textteile, die den Bildteil umschließen. Die Kapitel sind überschrieben mit…</p>
<p>Textteil 1:</p>
<p>Vorwort (Romeo Grünfelder)<br />
The Psychic Photography of Ted Serios (von Pauline Oehler)<br />
The World of Ted Serios (Jule Eisenbud)<br />
Sichtbar / Unsichtbar. Kritik einer Zweiteilung (Peter Geimer)<br />
Moment mal (Romeo Grünfelder)<br />
Die Fotografie als Spur eines Wirklichen (Philippe Dubois)<br />
Dalli klick (Romeo Grünfelder)<br />
Mischung von Fakt und Artefakt (Peter Geimer)j</p>
<p>Bildteil mit Aufnahmen diverser Sitzungen</p>
<p>Textteil 2:</p>
<p>Kleine Geschichte der Gedankenfotografie (Bernd Stiegler)<br />
Zeugenerklärungen<br />
Session-Protokolle<br />
Literaturverzeichnis<br />
Danksagungen</p>
<p>Umfang und Inhalt der Texte lassen sowohl Neueinsteiger in das Thema Gedankenfotografie als auch versierte Leser wertvolle Informationen finden. Man erfährt vieles über das Experiment von Ted Serios, wie beispielsweise die Intention, die Aufnahmebedingungen während der sogenannten „Sessions“, die Ergebnisse oder die Rezeption in der damaligen Öffentlichkeit. Ergänzt werden die dokumentarischen Aspekte des Buches durch wissenschaftliche Beiträge zum Thema an sich.</p>
<p>Eng verknüpft mit der Entstehung und Weiterentwicklung der Fotografie werden zu Anfang des 20. Jahrhunderts magische Phänomene propagiert, die in der Seelen- oder Geisterfotografie ihren Höhepunkt finden. Oft auf unzureichend kontrollierbare chemische Prozesse zurückzuführende Anomalien in der Entwicklung des Filmmaterials, wurden von findigen Propagandisten ins Reich des Okkulten erhoben und dem gutgläubigen Publikum teuer verkauft. Kein Wunder, dass die Gedankenfotografie schnell ebenfalls in die parapsychologische Ecke geriet und von der sogenannten seriösen Wissenschaft nicht anerkannt wurde. Weite Teile des Buches sind daher der Erläuterung der Bemühungen gewidmet, die damals angestrengt wurden, um alle Manipulationsmöglichkeiten von vorne herein auszuschließen. Dennoch blieb Ted Serios die wissenschaftliche Anerkennung versagt. Zu viele Elemente der chemischen Entwicklung von Polaroidaufnahmen sind systembedingt nicht kontrollierbar, so dass eine schattenhafte Abbildung immer als reiner Zufall gedeutet werden könnte.</p>
<p>Der umfangreiche Bildteil des Buches besteht aus den in Originalgröße abgedruckten Polaroids verschiedener Sitzungen. Zu Anfang jeder Session wird genau beschrieben, wann und unter welchen Bedingungen die Aufnahmen entstanden. Das Entstehungsprinzip ist immer dasselbe. Ted Serios hält die Polaroidkamera mittels eines röhrenförmigen Abstandshalters, „Gizmo“ genannt, der die Gedanken fokussieren soll, vor sein Gesicht und drückt ab. Oft erhält er dadurch komplett schwarze Aufnahmen (Blacks), manchmal weiße (Whites), manchmal jedoch sogenannte Treffer (Hits), auf denen wenn auch schattenhaft Details von Bildern zu erkennen sind, die er zum Zeitpunkt der Aufnahme vor seinem geistigen Auge hatte.</p>
<p>Unabhängig davon wieviel Glauben der Leser den Versuchen von Ted Serios schenkt, fasziniert das Thema an sich. Nicht nur die Tatsache, dass sich Menschen als Medium oder als angesehene Wissenschaftler ernsthaft damit beschäftigen, sondern auch die Möglichkeit, dass an der Sache vielleicht etwas dran sein könnte und es bekanntlich mehr zwischen Himmel und Erde gibt als wir uns gemeinhin vorstellen können, kann begeistern. Denjenigen, die mit beiden Beinen auf vermeintlich festem Boden stehen, bleiben noch die sorgfältig abgedruckten Zeitdokumente, teilweise als Faksimile, die zu einer Reise in ein anderes Jahrtausend einladen und gleichzeitig eindrucksvoll dokumentieren, dass wir Menschen schon immer auf der Suche nach Dingen sind, die über alltägliche Erfahrungen hinausgehen. Und sei es nur durch das Aufhängen von Kreuzen in öffentlichen Gebäuden…<br />
Für wen ist dieses Buch geeignet?</p>
<p>Für Interessierte an Parapsychologie<br />
Für Interessierte an Fotografiegeschichte<br />
Für Freunde skurriler Typen und deren Lebensgeschichte<br />
Für Polaroid-Fans<br />
Für alle, die gerne über den Tellerrand schauen<br />
Für Freunde hochwertig gemachter wissenschaftlicher Bücher<br />
Für Menschenfreunde</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>„Ted Serios – Serien“ beeindruckt in allen Bereichen. Romeo Grünfelder und dem Textem Verlag ist eine beeindruckende und umfassende Abhandlung gelungen. Sowohl Inhalte als auch Aufmachung und Umfang sind hochwertig und komplett. Selbst wer keinen Zugang zum Thema findet, wird durch die weit gefassten Informationen bereichert und erlebt ein weiteres Beispiel dafür, wozu Menschen in der Lage sind.  Alle 5 Sterne.<br />
Die Daten</p>
<p>Romeo Grünfelder (Hrsg.): Ted Serios. Serien erschien am 24. September 2016 im Textem Verlag. 564 Seiten mit 352 Abbildungen, 16,5 cm x 24 cm, Klappenumschlag<br />
ISBN: 978-3-941613-46-1<br />
Preis: 38,00 Euro</p>
<p>Rezension: Gerhard Reininger</p>
<p>https://bild-akademie.de/blog/2018/06/26/rezension-ted-serios-serien/</ul>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Buchrezension%3A+Ted+Serios.+Serien+http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=1015" title=" "><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Buchrezension%3A+Ted+Serios.+Serien+http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=1015" title=" "> </a> <a class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=1015&amp;t=Buchrezension%3A+Ted+Serios.+Serien" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a class="tt" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?l=3&amp;u=http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=1015&amp;t=Buchrezension%3A+Ted+Serios.+Serien&amp;c=%3Cp%3EPowered+by+%3Ca+href%3D%22http%3A%2F%2Frichardxthripp.thripp.com%2Ftweet-this%22%3ETweet+This%3C%2Fa%3E%3C%2Fp%3E" title="Post to MySpace"><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-myspace-micro3.png" alt="Post to MySpace" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>PSI</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 14:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[PSI]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Telepathie]]></category>

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		<description><![CDATA[Psi ist ein negativ bestimmter Begriff, das heißt, die übliche  Vorgehensweise, Belege für parapsychologische Phänomene zu gewinnen,  geht über die statistische Abweichung vom mittleren Zufallswert. Der  kritische Punkt ist jedoch: statistische Abweichung vom mittleren  Zufallswert ist, streng genommen, nur ein Beleg für eine statistische  Anomalie, oder ein Indiz, dass irgendeine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Psi ist ein negativ bestimmter Begriff, das heißt, die übliche  Vorgehensweise, Belege für parapsychologische Phänomene zu gewinnen,  geht über die statistische Abweichung vom mittleren Zufallswert. Der  kritische Punkt ist jedoch: statistische Abweichung vom mittleren  Zufallswert ist, streng genommen, nur ein Beleg für eine statistische  Anomalie, oder ein Indiz, dass irgendeine unbekannte Variable die  beobachtete Mittelwertabweichung bewirkt hat. Damit aber kann keine  positive Aussage über Psi gemacht werden. So stellt Psi eine Leerhülse  dar, die eigentlich nur beschreibt, dass die Daten eines Experimentes  mit den bekannten Variablen nicht zu 100 Prozent erklärt werden können.  Hyman geht noch weiter und schlussfolgert, dass selbst, wenn eine  parapsychologische Forschung in der Lage ist, einen signifikanten,  reproduzierbaren Effekt zu erzeugen, so wäre das noch weit entfernt von  der Schlussfolgerung, dass Psi-Wirkungen endlich bewiesen seien. Auch die positive Annahme, dass Psi existiert, wirft Probleme auf: 1.  Wenn jemand Psi-Fähigkeiten hat, muss er in den Versuchen erfolgreicher  abschneiden. 2. Daher tut er das auch. 3. Also muss er Psi-Fähigkeiten  haben. Das ist ein Trugschluss, der auf einer Rekursion beruht und in  die Rückbezüglichkeit hineinführt. Gewonnen ist damit jedoch nichts, solange keine positive Aussage gemacht werden kann, was nun Psi eigentlich ist.</p>
<p>Ausschnitt aus Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Parapsychologie</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=PSI+http://tinyurl.com/9ntg4y3" title=" "><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=PSI+http://tinyurl.com/9ntg4y3" title=" "> </a> <a class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=903&amp;t=PSI" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a class="tt" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?l=3&amp;u=http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=903&amp;t=PSI&amp;c=%3Cp%3EPowered+by+%3Ca+href%3D%22http%3A%2F%2Frichardxthripp.thripp.com%2Ftweet-this%22%3ETweet+This%3C%2Fa%3E%3C%2Fp%3E" title="Post to MySpace"><img class="nothumb" src="http://www.felderfilm.de/blog/zufall/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-myspace-micro3.png" alt="Post to MySpace" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was ist Parapsychologie?</title>
		<link>http://www.felderfilm.de/blog/zufall/?p=32</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 16:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
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		<category><![CDATA[Parapsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Parawissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Bezeichnet man nach Analogie von Wörtern wie Paragenesie, Paragoge, Parakope, Parakusis, Paralogismus, Paranoia, Parergon u.s.f. mit Para  -etwas, das über das Gewöhnliche hinaus oder neben ihm hergeht, so kann man vielleicht die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens  heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde  Wissenschaft ,Parapsychologie‘ nennen.&#8221;
Der 1889 von Max Dessoir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Bezeichnet man nach Analogie von Wörtern wie Paragenesie, Paragoge, Parakope, Parakusis, Paralogismus, Paranoia, Parergon u.s.f. mit Para  -etwas, das über das Gewöhnliche hinaus oder neben ihm hergeht, so kann man vielleicht die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens  heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde  Wissenschaft ,Parapsychologie‘ nennen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der 1889 von Max Dessoir geprägte Begriff &#8220;Parapsychologie&#8221; soll eine  Wissenschaft bezeichnen, die sich mit &#8220;den aus dem normalen Verlauf des  Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen&#8221; beschäftigt. Gegenstand sind  dabei vor allem angebliche Phänomene, die unter dem Oberbegriff &#8220;Psi&#8221; &#8211;  nach dem 23. Buchstaben des griechischen Alphabets &#8211; zusammengefaßt  werden: Einerseits die sogenannte Psychokinese (z. B. das Bewegen von  Gegenständen durch &#8220;Gedankenkraft&#8221;), andererseits sogenannte  &#8221;Außersinnliche Wahrnehmung&#8221;, worunter Telepathie (&#8220;Gedankenübertragung&#8221;),  Hellsehen (das Erfassen von Sachverhalten, die niemandem bekannt sein  können) und Präkognition (Voraussehen von zukünftigen Ereignissen)  verstanden werden.</p>
<p>Seit Anfang der 30er Jahre ist &#8220;Parapsychologie&#8221; auch sehr vereinzelt an  einigen Universitäten etabliert. Ein Lehrstuhl für &#8220;Parapsychologie&#8221;  besteht heute in Europa nur noch an der Universität Edinburgh  (Schottland). Die sich mit &#8220;parapsychologischen&#8221; Fragestellungen  beschäftigenden Wissenschaftler sind in der &#8220;Parapsychological  Association&#8221; (PA) zusammengeschlossen.</p>
<p>Bis vor kurzem glaubte sich jede Generation von &#8220;Parapsychologen&#8221; im  Besitz bestimmter &#8220;unzweifelhafter Belege&#8221; für die Existenz von &#8220;Psi&#8221;,  wobei diese &#8220;Belege&#8221; dann aber immer von der jeweils nachfolgenden  Generation widerlegt werden konnten. Insofern ist die Geschichte der  &#8221;Parapsychologie&#8221; eine Geschichte der Nieten und Reinfälle. Doch die  &#8221;Parapsychologen&#8221; haben aus dieser Geschichte gelernt, sie berücksichtigen  zunehmend Fehler- und Täuschungsmöglichkeiten, die sie in der  Vergangenheit schmerzlich erfahren mußten. Als eine Konsequenz daraus  wurden die von &#8220;Parapsychologen&#8221; behaupteten Psi-Effekte mit der Zeit  immer kleiner, bescheidener und bedeutungsloser. Die in der PA  zusammengeschlossenen &#8220;Parapsychologen&#8221; sind sich heute über folgende  Punkte weitgehend einig:</p>
<p>&#8220;Psi&#8221;, falls es überhaupt existiert, ist weder kontrollierbar noch  erlernbar noch in der Praxis auf irgendeine Weise anwendbar oder  verwendbar,  die in der Öffentlichkeit auftretenden Hellseher, Medien, Wahrsager usw.  verfügen über keine &#8220;paranormalen&#8221; Fähigkeiten, ihre Trefferquoten  entsprechen der des Zufalls, wie zahlreiche kontrollierte Experimente  ergaben,  &#8220;große&#8221; Effekte wie Materialisationen, Verbiegen von Löffeln,  Spukerscheinungen usw. sind nicht existent oder lassen sich zumindest  nicht überzeugend nachweisen.</p>
<p>Doch was ist mit dem Begriff &#8220;Psi&#8221; überhaupt gemeint? Keineswegs verstehen  die meisten &#8220;Parapsychologen&#8221; darunter übersinnliche oder paranormale  Fähigkeiten, wie in der Öffentlichkeit meist irrtümlich angenommen. Häufig  sind mit &#8220;Psi&#8221; nur vorläufig unerklärte Anomalien (d. h. Abweichungen von  einem Erwartungswert) gemeint, nichts weiter. Die Existenz von &#8220;Psi&#8221; im  Sinne von &#8220;übernatürlichen oder paranormalen Kräften&#8221; ist für die meisten  heutigen &#8220;Parapsychologen&#8221; eine unbelegte Behauptung. Eine Reihe von  &#8221;Parapsychologen&#8221; ist der Ansicht, daß man vor dem Hintergrund dieser  Begriffsverwirrung auf den &#8220;Psi&#8221;-Begriff lieber ganz verzichten sollte. Die Bezeichnung &#8220;Parapsychologe&#8221; ist juristisch nicht geschützt, jeder  kann sich so nennen. Deshalb treten in der Öffentlichkeit zahlreiche  Personen aus dem Bereich der Esoterik unter diesem Titel auf und  verbreiten aus Sicht der wissenschaftlichen &#8220;Parapsychologie&#8221; völlig  unhaltbare oder längst widerlegte Behauptungen. Dazu zählen beispielsweise  Berichte über angebliche &#8220;Psi-Geheimwaffen&#8221;, Tonbandstimmen aus dem  Jenseits sowie diverse Kontaktaufnahmen mit Geistern. In letzter Zeit  wurde vermehrt der &#8211; vermutlich sinnvolle &#8211; Vorschlag gemacht, den Begriff  &#8221;Parapsychologie&#8221; lieber ganz solchen Personen zu überlassen und die  wissenschaftliche Auseinandersetzung mit angeblichen &#8220;Psi-Phänomenen&#8221;  unter einer anderen Bezeichnung (z. B. &#8220;Anomalistik&#8221;) zu führen.</p>
<p>Parapsychologen (ohne Anführungszeichen) wären dann die besagten  Esoteriker und Spiritisten, &#8220;Parapsychologen&#8221; (mit Anführungszeichen) die  Wissenschaftler, die kritisch derartige behauptete Phänomene untersuchen  (jedenfalls solange sie selbst diese Bezeichnung noch nicht durchgehend  ablegen).</p>
<p>Derzeit existieren zwei Klassen von (Labor-)Experimenten, die innerhalb  der &#8220;Parapsychologie&#8221; als die augenblicklich überzeugendsten Anomalien  angesehen werden. Einerseits Experimente mit sogenannten  Schmidt-Maschinen, bei denen Versuchspersonen die Zerfallsrate eines  radioaktiven Präparats beeinflussen sollen (als Beispiel für  Mikro-Psychokinese), andererseits die sogenannten Ganzfeld-Experimente, in  denen eine Versuchsperson &#8211; weitgehend abgeschirmt von verwertbaren  Sinneswahrnehmungen &#8211; Informationen einer anderen Person empfangen soll  (als Beispiel für Telepathie). In beiden Experimentklassen ergaben sich  minimale (und in der Praxis völlig irrelevante) statistische Abweichungen  von der Zufallserwartung, die nur angesichts einer extrem großen Zahl von  Einzelversuchen eine gewisse statistische Signifikanz erreichten.</p>
<p>Insbesondere im Fall der Ganzfeld-Experimente ist es bis jetzt unklar, wie  diese Abweichungen zu erklären sind. Es besteht jedoch keine Veranlassung,  als Ursache &#8220;Psi&#8221; im Sinne von &#8220;übersinnlichen&#8221; Fähigkeiten anzunehmen,  genausogut können noch unentdeckte minimale Fehler bei der Durchführung  der Experimente dahinter stecken. Die Geschichte der &#8220;Parapsychologie&#8221;  mahnt in diesem Zusammenhang jedenfalls zur Vorsicht. Allerdings muß auch  gesagt werden, daß sowohl die Ganzfeld- als auch die Experimente mit  Schmidt-Maschinen weit von der in den Wissenschaften üblichen Forderung  entfernt sind, reproduzierbare positive Ergebnisse zu liefern. Von 28  Ganzfeld-Studien, die der 1992 verstorbene führende Forscher dieses  Gebiets, Charles Honorton, zusammenstellte, führten nur 12 zu einem  positiven Ergebnis (5 % Signifikanzniveau).</p>
<p>Tatsächlich kann die &#8220;Parapsychologie&#8221; bis heute kein einziges  stichhaltiges, wiederholbares Experiment vorweisen, das die Annahme von  Phänomenen, die nicht auf konventionell-natürliche Weise erklärbar sind,  rechtfertigen würde. Es ist keine andere Wissenschaftsdisziplin bekannt,  für die Vergleichbares gilt: daß sie nach über 100jähriger Existenz noch  immer keinerlei Belege vorbringen kann, die einen eigenen Forschungszweig  rechtfertigen würden.</p>
<p>Die disziplininterne Kritik innerhalb der &#8220;Parapsychologie&#8221; hat innerhalb  der letzten beiden Jahrzehnte ständig zugenommen, verschiedene  &#8221;parapsychologische&#8221; Einrichtungen (z. B. das Institut für Parapsychologie  der Universität Utrecht) wurden geschlossen, und selbst führende  &#8221;Parapsychologen&#8221; (z.B. John Beloff) räumen heute ein, daß die skeptische  Position gegenüber der Existenz von &#8220;Psi-Phänomenen&#8221; durchaus haltbar und  vertretbar ist. Es deutet vieles darauf hin, daß die &#8220;Parapsychologie&#8221;  ihre Zukunft als Wissenschaftsdisziplin bereits hinter sich hat und primär  zu einem Phänomen der Wissenschaftsgeschichte werden wird. Jedenfalls ist  eine zunehmende Annäherung der Positionen von &#8220;Parapsychologen&#8221; und  Skeptikern zu beobachten, auch was die Wichtigkeit der Untersuchung der  psychosozialen Hintergründe des Glaubens an &#8220;Psi-Phänomene&#8221; betrifft.  Sogenannte &#8220;Spontanberichte&#8221; über angebliche paranormale Erscheinungen (z.  B. Spuk) haben zwar aufgrund der notorischen Unkontrollierbarkeit der  Umstände keinerlei Beweiskraft für die Existenz von &#8220;Psi&#8221;. Aus ihnen hat  man jedoch viel über die Psychologie und Soziologie der Anhänger  paranormaler Überzeugungssysteme gelernt.</p>
<p>Durch die Aktivitäten des 1991 verstorbenen Freiburger Professors Hans  Bender wird beim Stichwort &#8220;Parapsychologie&#8221; in Deutschland häufig an die  Erforschung sogenannter &#8220;Spukphänomene&#8221; gedacht. Wer allerdings &#8211; wie  Mitglieder der GWUP &#8211; bereits einmal vor Ort einen solchen  &#8221;Poltergeistfall&#8221; untersucht hat, der wird schnell feststellen, daß &#8211; ganz  im Gegensatz zu den Horrormeldungen in der Sensationspresse &#8211; keinerlei  &#8221;paranormale&#8221; Vorgänge dingfest zu machen sind. Trotz erheblicher  Anstrengungen existiert bis heute weltweit kein einziges fotografisches  Dokument (z. B. Videoaufnahmen), das ein behauptetes Spukphänomen  zweifelsfrei wiedergeben würde. In zahlreichen Fällen konnte jedoch Betrug  und Manipulation nachgewiesen werden, so z. B. beim Fall &#8220;Chopper&#8221; 1982 in  einer Regensburger Zahnarztpraxis oder beim &#8220;Spukfall&#8221; von Rosenheim 1967  in einer Anwaltskanzlei. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen fast immer  pubertierende Jugendliche in persönlichen Krisensituationen, die durch  inszenierte &#8220;Spukerscheinungen&#8221; (z.B. Steinwürfe, Schwingenlassen von  Bildern, Verschwindenlassen oder Zerstörung von Gegenständen usw.) die  Aufmerksamkeit auf sich lenken und die Erwachsenen schockieren wollen.</p>
<p>Meist ist der soziale Kontext derart gespannt, daß das Tricksen von  &#8221;Spukerscheinungen&#8221; als ein letzter &#8220;Hilferuf&#8221; der Jugendlichen  interpretiert werden muß, weil sie in ihrer Umgebung mit ihren Problemen  sonst immer nur auf &#8220;taube Ohren&#8221; stoßen und sich nicht anders zu helfen  wissen. Jedoch ist die durch den &#8220;Spuk&#8221; ausgelöste psychosoziale Dynamik  in aller Regel derart destruktiv (Familienmitglieder machen sich  gegenseitig &#8220;verrückt&#8221;, Nachbarn verdächtigen und beschuldigen sich  gegenseitig, sensationsgierige Journalisten schlachten den Fall gnadenlos  aus und machen die Beteiligten in aller Öffentlichkeit lächerlich usw.),  daß der angereiste Untersucher schnell merken wird, daß er hier nicht etwa  als &#8220;Spukforscher&#8221;, sondern als Sozialhelfer gefragt ist.</p>
<p>Zitat: <a href="http://www.parapsychologisches-institut-hamburg.de/Parapsychologie.htm">Parapsychologisches Institut Hamburg</a></p>
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