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    Even though the publishing of this book dates back to 2016 its subject remains timeless: To [...]

Das Prinzip Zufall, Teil 3/7: Phase 1 – Glückliche Fügung

In ihm lassen sich drei Phasen unterscheiden. Da ist erstens in der Entdeckung oder Erfindung selbst jendes Moments, das auf Englisch serendipity heißt, die glückliche Fügung also, die entgegen aller individuellen Absichten und kollektiven Planungen zum Durchbruch führt. Die Urszene eines solchen Erfolgs wider Willen lieferte gleich am Beginn der Neuzeit Columbus, als er Indianer [...]

By admin

In ihm lassen sich drei Phasen unterscheiden. Da ist erstens in der Entdeckung oder Erfindung selbst jendes Moments, das auf Englisch serendipity heißt, die glückliche Fügung also, die entgegen aller individuellen Absichten und kollektiven Planungen zum Durchbruch führt. Die Urszene eines solchen Erfolgs wider Willen lieferte gleich am Beginn der Neuzeit Columbus, als er Indianer statt Inder fand. Nicht weniger glücklich war im siebzehnten Jahrhundert Otto von Guericke auf der Suche nach den Kräften, die Kompassnadeln kontrollieren. Mit einem schwefeligen Modell der Erde experimentierend, entdeckte er die Elektrizität und damit die Basisvoraussetzung für nahezu alle wesentlichen Modernisierungsschübe des 19. und 20. Jahrhunderts. Ebenso seltsam, wenn auch weniger weltbewegend führte die Seifenblase, die ein neugieriger schottischer Wissenschaftler drei Jahre lang am Platzen hinderte, zur Klarsichthülle.

Unverhoffte Fortschrittssprünge dieser Art, wie sie noch die technisch hochgerüstete Forschungsgegenwart kennzeichnen, stören freilich nicht nur das Ideal zielgerichteten Handelns, das für das Selbstbild neuzeitlicher Wissenschaft in ihrer akademischen Variante und erst recht in ihrer industriell-kommerziellen zentral ist. Die mangelnde Planbarkeit von serendipity und damit von Forschungsverläufen zeitigt auch wesentliche praktische Folgen: Sie unterminiert nahezu alle wohlbegründeten Versuche, den weiteren historischen Gang vorherzusehen oder gar zuverlässig zu steuern. Der etablierten Hochstapelei detaillierter Förderungsanträge und zuversichtlich-minutiöser Forschungspläne zum Trotz gilt für die Programmierung wissenschaftlich-technischer Durchbrüche weiterhin schlicht die Einsicht die legendären Mr. Malaprop aka Yogi Berra: Prognosen sind riskant, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.

Zum hohen Maß an Zufälligkeit im Prozess der technologischen Innovationen selbst kommen dann zweitens in der Phase ihrer sozialen Durchsetzung deren eher noch größere Unberechenbarkeiten. Sie produzierten in der auf Folgerichtigkeit bedachten Technikgeschichtsschreibung, wie Janet Abbate in Inventing the Internet feststellt, eine „Trennung zwischen den Erzählungen der Produktion und den Erzählungen des Gebrauchs“, die sich miteinander schwer zur Deckung bringen lassen.

> Teil 4 ZweckentfremdungDas Prinzip Zufall.

In: C’T – MAGAZIN FÜR COMPUTERTECHNIK, 5. Mai 2001, S. 246- 251.

Autor: Gundolf S. Freyermuth, freyermuth.com

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Wir sagen Zufall und meinen Synchronizität.
Andreas Tenzer, (*1954), deutscher Philosoph und Pädagoge

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